Meine Power
Ich glaube nicht an Schubladen und finde, dass wir aktiv daran arbeiten sollten, sie aufzubrechen, wo wir ihnen begegnen. Ob es um stereotype Vorstellungen von Geschlecht und Geschlechterunterschieden in der Gesellschaft oder im Berufsleben geht: Ich lehne es entschieden ab, dass wir einander in Schubladen stecken. Als Führungskraft messe ich mich nicht allein deshalb an anderen Menschen, die sich als weibliche Führungskräfte identifizieren, weil wir uns demselben Geschlecht zuordnen. Ebenso wenig sehe ich mich im Gegensatz zu Menschen, die sich als männliche Führungskräfte identifizieren. Ich glaube, dass wir einander danach beurteilen sollten, was wir einbringen. Und dass wir alle selbst dafür verantwortlich sind, uns so zu entwickeln, wie wir es möchten. Diese Verantwortung können wir niemand anderem überlassen. Weder den Menschen, die vor uns kamen und die Schubladen definiert haben, mit denen wir heute leben, noch denen, die nach uns kommen. Als Unternehmensleiterin in einer Branche, die eine lange Geschichte hat und von ihr geprägt ist, ist es mir deshalb sehr wichtig, dass wir den Mut haben, zu erkennen, wo wir selbst in solche Schubladen fallen. Wir müssen als Organisation an uns arbeiten, um sie aufzubrechen. So bauen wir gemeinsam nicht nur auf Bestehendem auf, sondern lassen uns davon inspirieren und hinterfragen zugleich kritisch, wie es uns helfen kann, uns anders weiterzuentwickeln.

